• Allgemeines

    In die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher können in Rheinland-Pfalz auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aufgenommen werden. Dabei gelten die einschlägigen Zulassungsvoraussetzungen der Fachschulverordnung für in modularer Organisationsform geführte Bildungsgänge im Fachbereich Sozialwesen.

    http://berufsbildendeschule.bildung-rp.de/recht/schulformbezogene-landesverordnungen.html | siehe § 5 der Verordnung


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  • Umschulung

    Um Umschülerinnen und Umschülern die Möglichkeit zu geben, für die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher auch Bildungsgutscheine der Arbeitsagenturen einlösen zu können, hat Rheinland-Pfalz die Fachschulen für Sozialwesen mit der Fachrichtung Sozialpädagogik nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifizieren lassen. Vor Aufnahme einer Umschulung müssen von der zuständigen Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter die individuellen Fördervoraussetzungen geprüft werden. (siehe auch Finanzierung).

  • Berufsbegleitende Ausbildung

    In Rheinland-Pfalz besteht an den Fachschulen die Möglichkeit, die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher auch in Teilzeitform mit einer Dauer von bis zu fünf Schuljahren zu absolvieren. Das Angebot wird von den Fachschulen bedarfsorientiert umgesetzt. Deshalb wird empfohlen, bei den Schulen direkt anzufragen, ob es aktuell ein Teilzeitangebot gibt.

    Schülerinnen und Schüler, die einer hauptberuflichen Beschäftigung in einer sozialpädagogischen Einrichtung nachgehen, können nach einer verkürzten Stundentafel unterrichtet werden. Nach der in Rheinland-Pfalz geltenden Fachkräftevereinbarung können auch Personen mit fachfremd abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialpädagogischen Einrichtungen beschäftigt werden, wenn sie gleichzeitig eine sozialpädagogische Ausbildung aufnehmen. Das heißt ganz konkret, dass man bereits von Anfang an in einer Kita arbeiten und parallel die Ausbildung in Teilzeit absolvieren kann.

    Das Berufspraktikum, welches Teil der Ausbildung ist, wird nach Abschluss der fachtheoretischen Ausbildung absolviert. Seit dem Schuljahr 2012/2013 wird in Rheinland-Pfalz ein flexibles Teilzeitangebot erprobt, dass auch die Möglichkeit beinhaltet, das Berufspraktikum begleitend zur schulischen Ausbildung durchzuführen, bei gleichzeitiger hauptberuflicher Beschäftigung in einer sozialpädagogischen Einrichtung.

    ESF-Bundesmodellprogramm "Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas"

    Das Bundesland Rheinland-Pfalz unterstützt das ESF-Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas". An einigen wenigen Standorten wird Berufswechslerinnen und Berufswechslern über die Teilnahme an dem Programm eine berufsbegleitende Ausbildung möglich werden. Mit Beginn der drei Jahre dauernden Ausbildung werden die teilnehmenden Frauen und Männer in Kindertagesstätten angestellt und für ihre Tätigkeit entlohnt. Die Beschäftigng erfolgt in Teilzeit. Das Auswahlverfahren der teilnehmenden Kindertagesstätten-Träger und Fachschulen/Fachakdemien an dem ESF-Bundesmodellprogramm wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein. Erst dann werden interessierte Frauen und Männer die Möglichkeit haben, sich bei den ausgewählten Modellprojekten für einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Die ersten Ausbildungsgänge werden zum August/September 2015, spätestens aber in 2016 beginnen. Über den folgenden Link kann man sich für einen Verteiler zum ESF-Bundesmodellprogramm „Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas“ registrieren. Angemeldete Personen werden per Mail informiert, sobald feststeht, wo man sich als Interessent/in bewerben kann.

    Zur Registrierung für den Verteiler


    Auf der Homepage des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) kann man sich über folgenden Link zudem stets aktuell zum ESF-Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" informieren:

    Zur Homepage www.bafza.de
    http://www.bafza.de/aufgaben/esf-foerderprogramme/quereinstieg-maenner-und-frauen-in-kitas.html

  • Berufsbegleitendes Studium

    Eine weitere Ausbildungsoption kann ein fachspezifisches Studium an einer Hochschule darstellen. Als berufliche Basisqualifizierung für die Arbeit in einer Kita kommen nur grundständige Studiengänge in Frage. Weiterqualifizierungen beispielsweise für künftige Leitungsfunktionen bauen stets auf einer vorhandenen Grundausbildung auf.

    Für einen beruflichen Quereinstieg geeignet wäre der grundständige, duale Fernstudiengang „Bildung und Erziehung“, der seit Sommersemester 2011 an der FH Koblenz angeboten wird.

    • Perspektiven: Der Studiengang vermittelt eine wissenschaftliche und praktische Qualifizierung für Tätigkeiten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe (spez. Tageseinrichtungen für Kinder). Nach erfolgreichem Studienabschluss sind alle anschließenden Qualifizierungen (z.B. Master, Promotion) möglich.
    • Zulassung: Der Bachelor-Studiengang richtet sich an Interessierte, die über eine in Rheinland-Pfalz geltende Hochschulzugangsberechtigung verfügen, ihre berufliche Zukunft im Bereich der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern sehen und die Lernorte Hochschule und Praxis konsequent miteinander verbinden möchten.
    • Dauer: Die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester (210 ECTS-Punkte).
    • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)

    www.fh-koblenz.de/Bachelor-of-Arts-Bildung-und.3897.0.html | Fernstudiengang Bildung und Erziehung (BA)

    www.mbwjk.rlp.de/wissenschaft/studieren-in-rheinland-pfalz | Umfassende Informationen zu den Studienmöglichkeiten in Rheinland-Pfalz

    www.fruehpaedagogik-studieren.de | Übersicht über berufsbegleitende Studienmöglichkeiten in der Frühpädagogik sind zu finden über den Suchfilter: Studiengänge / Bachelorstudiengänge

  • Nichtschülerprüfung

    Nichtschülerinnen und Nichtschüler können die Gesamtqualifikation staatlich anerkannte Erzieherin/staatlich anerkannetr Erzieher erwerben, wenn sie die Aufnahmevoraussetzungen für den Bildungsgang und die Zulassungsbedingungen zur Nichtschülerprüfung erfüllen. Näheres hierzu regelt die Fachschulverordnung und die Landesverordnung über die Abschlussprüfungen an berufsbildenden Schulen.

    http://berufsbildendeschule.bildung-rp.de/recht/schulformbezogene-landesverordnungen.html | siehe die §§ 5 und 27 der Fachschulverordnung für in modularer Organisationsform geführte Bildungsgänge im Fachbereich Sozialwesen

    http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/17cn/page/bsrlpprod.psml?doc.id=jlr-BBiSchulPrORP2011pP13%3Ajuris-lr00&showdoccase=1&doc.hl=1&documentnumber=2&numberofresults=3¤tNavigationPosition=1&doc.part=S¶mfromHL=true#focuspoint | Landesverordnung über die Abschlussprüfungen an den berufsbildenden Schulen

    Die am Ende der schulischen Ausbildung vorgesehene Abschlussprüfung kann als Nichtschülerprüfung abgelegt werden. Im Gegensatz dazu kann die Abschlussprüfung nach dem Berufspraktikum jedoch nicht in Form einer Nichtschülerprüfung abgelegt werden. Zur Ableistung des Berufspraktikums muss man Schülerin oder Schüler einer Fachschule für Sozialwesen sein. Vorbereitungskurse auf die Nichtschülerprüfung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung werden u. a. von der Katholischen Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz angeboten. Diese Kurse sind auf eine Dauer von 2 Jahren angelegt (siehe Ausbildungsstätten).
    Personen, die Interesse an einer Nichtschülerprüfung haben, sollten sich im Vorfeld genau über die Bedingungen der Vorbereitung und der Prüfungen sowie die durchschnittlichen Erfolgsquoten bei den Prüfungen informieren.

  • Finanzierung

    In Rheinland-Pfalz wird an öffentlichen Schulen und an staatlich anerkannten Ersatzschulen kein Schulgeld gezahlt. Kosten können allerdings für Lernmittel entstehen. Finanzielle Unterstützung während der Ausbildung kann nach dem BAföG gewährt werden, sofern die individuellen Fördervoraussetzungen vorliegen. Eine andere Möglichkeit ist ein sogenannter Bildungskredit, den man bis zur Vollendung des 36. Lebensjahres beziehen kann. Der Bildungskredit kann bei der Kreditanstalt für den Wiederaufbau abgeschlossen werden, muss jedoch verzinst zurückgezahlt werden.

    BAföG

    www.bafög.de/das-bafoeg-372.php | Informationen zu den Bezugsvoraussetzungen, zur Förderhöhe und der Antragstellung

    Bildungskredit

    www.bafög.de/bildungskredit-110.php | Informationen zum Bildungskredit

    Bildungsgutschein

    Für eine Umschulung zum Erzieher/zur Erzieherin können die Arbeitsagenturen und Jobcenter auch Bildungsgutscheine vergeben. Ob die individuellen Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen, wird durch die Mitarbeiter/innen der Arbeitsagenturen und Jobcenter individuell geprüft. Auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit bzw. das zuständige Jobcenter.

    Ergänzende Leistungen

    Ob zur Deckung Ihres Lebensunterhaltes zusätzlich zu den genannten staatlichen Förderleistungen oder zur Vergütung ein aufstockender Anspruch auf Ergänzende Leistungen besteht, kann über die regionalen Jobcenter individuell geprüft werden.

  • Aufnahmevoraussetzungen

    Die Ausbildungsvoraussetzungen finden Sie in den Beschreibungen der jeweiligen Bildungsgänge.

  • Ausbildungsstätten

    Fachschulen

    www.berufsbildendeschule.bildung-rp.de | siehe Rubrik „Schulstandorte“

    http://berufsbildendeschule.bildung-rp.de/broschueren.html |siehe Download „BILDUNGSGÄNGE FÜR: Erzieherin/ Erzieher; Heilerziehungspflegerin/ Heilerziehungspfleger; Heilpädagogin/ Heilpädagoge; Organisation und Führung (2011)“

    Hochschulen

    www.fh-koblenz.de/Bachelor-of-Arts-Bildung-und.3897.0.html | Fernstudiengang Bildung und Erziehung (BA)

    www.fruehpaedagogik-studieren.de | siehe „Studiengänge“

    Umschulung / Vorbereitungskurse zur Nichtschülerprüfung

    In Rheinland-Pfalz bietet u.a. die Katholische Erwachsenenbildung RLP seit 1994 Fernkurse zur Vorbereitung auf die Nichtschülerprüfung an.

    www.fernkurs-erziehen.de

    Weitere wohnortnahe Bildungsanbieter kann man in Weiterbildungsdatenbanken, wie der der BA recherchieren. (Achtung: Eine Garantie für die Vollständigkeit der Angaben kann leider nicht gegeben werden.)

    http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/ | Wählen Sie zunächst die erweiterte Suche. Geben Sie dann je nach Bildungsziel "Staatlich anerkannter Erzieher", ein, wählen Sie ein Bundesland und bei "Förderung" "mit Bildungsgutschein" aus.

  • Ansprechpartner/innen

    • Ausbildung an Höheren Berufsfachschulen für Sozialassistenz und Fachschulen für Sozialwesen
      Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur
      Mittlere Bleiche 61
      55116 Mainz
      poststelle(at)mbwwk.rlp.de
    • Grundsatzfragen der Kindertagesbetreuung
      Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen
      Referat 744
      Kaiser-Friedrich-Straße 5a
      55116 Mainz
      poststelle(at)mifkjf.rlp.de

    • Grundsatzfragen sozialer Fachkräfte und Anerkennung im Ausland erworbener Studienabschlüsse
      Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen
      Referat 731
      Kaiser-Friedrich-Straße 5a
      55116 Mainz
      poststelle(at)mifkjf.rlp.de

    • Anerkennung im Ausland erworbener schulischer Berufsabschlüsse im Bereich Sozialpädagogik
      Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion
      - Außenstelle Schulaufsicht –
      Südallee 15-19
      56068 Koblenz
      poststelle(at)add.rlp.de