• Allgemeines

    Grundsätzlich bieten alle Fachschulen für Sozialpädagogik Ausbildungsmöglichkeiten für Quereinsteiger/innen an. Für die Aufnahme an einer Fachschule für Sozialpädagogik gilt keine Altersbeschränkung. Jedoch, wer überhaupt keine pädagogischen Vorkenntnisse mitbringt, hat keine Aussicht auf Aufnahme, denn auch bei einem Quereinstieg gelten die einschlägigen Zulassungsvoraussetzungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung.

    Quereinsteiger/innen können bei der Bewerbung an der Fachschule für Sozialwesen über den Weg einer Feststellungsprüfung vorhandene Anrechnungstatbestände (bspw. pädagogische Vorerfahrungen) einbringen. Entsprechende Informationen hierzu siehe unter

    Voraussetzungen für die Aufnahme (PDF) | siehe § 3 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Landes Hessen "Voraussetzungen für die Aufnahme".

    Grundsätzlich existieren für Bewerber/innen, die bereits umfangreiche Vorerfahrungen in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern haben, sowohl die Möglichkeit eines Einstiegs in das zweite Ausbildungsjahr als auch Möglichkeiten zur Verkürzung des erforderlichen Berufspraktikums. Eine Verkürzung liegt jedoch in der ausschließlichen Entscheidungskompetenz der aufnehmenden Schule und wird von dieser nach einer entsprechenden Überprüfung entschieden.

    Spezielle Bildungsgänge für Berufserfahrene ohne pädagogische Kenntnisse gibt es in Hessen insofern nicht.


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  • Umschulung

    In Hessen waren im JAhr 2013 19 Fachschulen für Sozialpädagogik berechtigt Maßnahmen für Arbeitslose durchzuführen. An ihnen können von der BA oder den Jobcentern finanzierte Umschulungen durchgeführt werden, weil sie über die Möglichkeit verfügen, von den Agenturen für Arbeit oder Jobcentern ausgehändigte Bildungsgutscheine anzunehmen (Zulassung nach der AZAV). Damit bieten sie für arbeitslos gemeldete Quereinsteiger/innen die Möglichkeit einer qualifizierten Ausbildung als Zugang in einen zukunftsorientierten Beruf. Allerdings ist nicht abschließend geklärt, ob die Erzieher/innenausbildung nicht als Aufstiegsfortbildung zu bewertet ist. (Unterschied für die Förderung siehe unter Finanzierung „Bildungsgutschein“)

    Auch für Umschulung oder Aufstiegsfortbildung gelten die einschlägigen Zulassungsvoraussetzungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung.
    http://www.weiterbildungsinitiative.de/fileadmin/download/vo_fs_sozialpaedagogik.pdf | Download Zulassungsvoraussetzungen (siehe §§ 3)

    Fachschulen mit AZAV-Zertifizierung siehe unter

    www.grosse-zukunft-erzieher.de | in der Rubrik „Fachschule finden“

    Die Voraussetzungen für die Förderung einer Umschulung oder Aufstiegsfortbildung sowie die individuellen Fördervoraussetzungen müssen im Beratungsgespräch beim zuständigen Jobcenter oder der Agentur für Arbeit geklärt werden. Interessierte Personen sollten insofern mit der Fachschule ihrer Wahl und mit der örtlichen Agentur für Arbeit / dem Jobcenter frühzeitig einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.

  • Berufsbegleitende Ausbildung

    In Hessen besteht an vielen Fachschulen für Sozialpädagogik die Möglichkeit der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin / zum staatlich anerkannten Erzieher in Teilzeitform. Auf diese Weise kann die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher mit einer Tätigkeit verknüpft werden (z.B. im alten Beruf, aber auch in einer Kita oder mit einer erziehenden Familientätigkeit).

    Eine Auflistung hessischer Fachschulen für Sozialpädagogik, die die Ausbildung in Teilzeitform anbieten, kann immer nur aktuell für das bestehende oder das vorherigen Schuljahr abgefragt werden. Ein Angebot für eine Teilzeitausbildung kann immer nur dann eröffnet werden, wenn genügend Anmeldungen vorliegen. Es lohnt sich daher, sich bei den Schulen zu melden, auch wenn diese im Vorjahr ggf. kein Teilzeitangebot geführt haben. Alle Fachschulen mit dem Angebot einer berufsbegleitenden Teilzeitausbildung siehe unter

    www.grosse-zukunft-erzieher.de | in der Rubrik „Fachschule finden“


    ESF-Bundesmodellprogramm Quereinstieg – Frauen und Männer in Kitas

    Am 06.11.2014 begann offiziell das Interessensbekundungsverfahren für das ESF-Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas". Hessen beteiligt sich an diesem Programm, das Berufswechslerinnen und Berufswechslern eine berufsbegleitende Ausbildung in 3 Jahren ermöglichen wird. Mit Beginn der Ausbildung werden die teilnehmenden Frauen und Männer in sozialpädagogischen Einrichtungen angestellt und für ihre Tätigkeit entlohnt. Das Auswahlverfahren der teilnehmenden Kindertagesstätten-Träger und Fachschulen an dem ESF-Bundesmodellprogramm wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein. Erst dann werden interessierte Frauen und Männer die Möglichkeit haben, sich bei den ausgewählten Modellprojekten für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.Über den folgenden Link kann man sich für einen Verteiler zum ESF-Bundesmodellprogramm „Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas“ registrieren. Registrierte Personen werden per Mail informiert, sobald feststeht, welche Kindertagesstätten-Träger und Fachschulen für eine Beteiligung ausgewählt wurden und wo man sich als Interessierte/r bewerben kann.

    Zur Registrierung für den Verteiler


    Auf der Homepage des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) kann man sich über folgenden Link zudem stets aktuell zum ESF-Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" informieren:

    Zur Homepage www.bafza.de

  • Berufsbegleitendes Studium

    Einen weiteren Weg in den Beruf stellt ein Studium an einer Hochschule bzw. Universität dar. Als berufliche Basisqualifizierung für die Arbeit in einer Kita kommen nur grundständige Studiengänge in Frage. Weiterqualifizierungen beispielsweise für künftige Leitungsfunktionen bauen stets auf einer bereits vorhandenen Grundausbildung auf.

    www.hessen.de/irj/HMWK_Internet?cid=262e896cf7958014f9068904a64ad850 | Umfassende Informationen zu den Studienmöglichkeiten in Hessen

    www.fruehpaedagogik-studieren.de | Übersicht über berufsbegleitende Studienmöglichkeiten in der Frühpädagogik sind zu finden über den Suchfilter: Studiengänge / Bundesland

  • Externenprüfung

    Der Erwerb des Abschlusses "Staatlich anerkannter Erzieher/Staatlich anerkannte Erzieherin" ist auch über eine Externenprüfung möglich. Externenprüfungen sind in Hessen nur an öffentlichen Fachschulen für Sozialpädagogik möglich. Eine Zulassung zur Externenprüfung an einer öffentlichen Fachschule für Sozialpädagogik ist nur bei Erfüllung der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen (z.B. mittlerer Bildungsabschluss sowie eine siebenjährige hauptberufliche sozialpädagogische Tätigkeit) möglich. Vorbereitungskurse auf die Prüfung gibt es in Hessen zurzeit nicht. Die Zulassungsbedingungen sind in § 44 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung definiert:

    http://www.weiterbildungsinitiative.de/fileadmin/download/vo_fs_sozialpaedagogik.pdf | siehe § 44 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Landes Hessen "Zulassungsvoraussetzungen"

  • Finanzierung

    Der Besuch sozialpädagogischer Fachschulen in staatlicher Trägerschaft ist kostenfrei. Dennoch können Kosten für Lehrmittel anfallen. Fachschulen in privater Trägerschaft können Schulgeld erheben. Finanzielle Unterstützung während der Ausbildung könnte es für Sie nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) geben, sofern die Fördervoraussetzungen individuell gegeben sind. Wer nicht förderberechtigt und unter 36 Jahre alt ist, könnte einen Bildungskredit aufnehmen, selbiger muss jedoch verzinst zurückgezahlt werden. Arbeiten Sie parallel zur Teilzeitausbildung als Beschäftigte/r bspw. in einer Kita erhalten Sie eine entsprechend tariflich geregelte Vergütung. Studienangebote an Hochschulen können kostenpflichtig sein. Aber auch der Besuch einer Hochschule kann nach dem BAföG gefördert werden. Ob zur Deckung Ihrer Lebenskosten zusätzlich zu den genannten staatlichen Förderleistungen oder zur Vergütung ein aufstockender Anspruch auf Ergänzende Leistungen besteht, kann über die regionalen Jobcenter individuell geprüft werden.

    BAföG

    www.das-neue-bafoeg.de/de/372.php | Informationen zu den Bezugsvoraussetzungen, zur Förderhöhe und der Antragstellung

    Meister-BAföG

    Da in Hessen die Fachschule für Sozialpädagogik eine auf eine Erstausbildung aufbauende Fachschule ist, können von den Schülerinnen und Schülern während der Fachschulausbildung Leistungen nach dem AFBG (sog. Meister-BAföG) beantragt werden.

    http://www.meister-bafoeg.info/de/36.php | Informationen zum Meister-BAföG

    Bildungskredit

    http://das-neue-bafoeg.de/de/110.php | Informationen zum Bildungskredit

    Bildungsgutschein

    Für die Förderung einer Umschulung oder Aufstiegsfortbildung zum Erzieher können interessierte und geeignete arbeitslose Personen einen Bildungsgutschein erhalten. Leistungen können nur dann bewilligt werden, wenn man sich vor Beginn der Teilnahme durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter hat beraten lassen und das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Förderung mit einem Bildungsgutschein bescheinigt wurde. Ob die individuellen Förderungsvoraussetzungen für eine Förderung vorliegen, wird durch die Mitarbeiter/innen der Arbeitsagenturen und Jobcenter individuell geprüft. Auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit findet man die Kontaktdaten der zuständigen Agentur für Arbeit bzw. des zuständigen Jobcenters.

    Bei der Umschulung bezieht sich die Förderung durch die BA / Jobcenter nur auf den theoretischen Teil der Ausbildung. Die Praxisphase im dritten Jahr muss sich über die tarifliche Praktikantenvergütung tragen. Hier könnte zusätzlich ein Anspruch auf Ergänzende Leistungen bestehen.

    Wird von der Agentur für Arbeit / dem Jobcenter der Status der Aufstiegsfortbildung akzeptiert, dann könnte die Fortbildung in vollem Umfang gefördert werden.

    Ergänzende Leistungen

    Ob zur Deckung Ihres Lebensunterhaltes zusätzlich zu den genannten staatlichen Förderleistungen oder zur Vergütung bei einer berufsbegleitenden Ausbildung ein aufstockender Anspruch auf Ergänzende Leistungen besteht, kann über die regionalen Jobcenter individuell geprüft werden.

  • Aufnahmevoraussetzungen

    an Fachschulen für Sozialpädagogik:

    http://www.weiterbildungsinitiative.de/fileadmin/download/vo_fs_sozialpaedagogik.pdf | Download Zulassungsvoraussetzungen (siehe §§ 3 und 44)

  • Ausbildungsstätten

    Fachschulen

    www.grosse-zukunft-erzieher.de | siehe Rubrik „Fachschule finden“

    Hochschulen

    www.fruehpaedagogik-studieren.de

    Umschulung / Aufstiegsfortbildung

    In Weiterbildungsdatenbanken, wie der der BA kann man über die "erweiterte Suche" wohnortnahe Bildungsanbieter recherchieren. (Achtung: Eine Garantie für die Vollständigkeit der Angaben kann leider nicht gegeben werden.)

    http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/ | Wählen Sie zunächst die erweiterte Suche. Geben Sie dann je nach Bildungsziel "Staatlich anerkannter Erzieher", „Sozialassistent“, „Sozialhelfer“ oder „Kinderpfleger“ ein, wählen Sie ein Bundesland und bei "Förderung" "mit Bildungsgutschein" aus.

  • Ansprechpartner/innen

    • Grundsatzfragen sozialer Fachkräfte
      Hessisches Sozialministerium
      Referat II 2
      Dostojewskistraße 4
      65187 Wiesbaden
      Telefon: 0611 - 817 3237 / 817 3615


    • Ausbildung
      Höhere Berufsfachschulen für Sozialassistenz, Fachschulen für Sozialpädagogik
      Hessisches Kultusministerium
      Referat III 3
      Luisenplatz 10
      65185 Wiesbaden
      Telefon: 0611 - 368 2412 / 368 2405


    • Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen an allgemeinbildenden Schulen und Berufsfachschulen
      Staatliches Schulamt für den Landkreis
      Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt
      Rheinstr. 95
      64295 Darmstadt
      Telefon: 06151 - 3682 -2
      www.schulamt-darmstadt-hessen.de
      www.berufliche-anerkennung.de/index.php/hessen


    • Ausbildung elementarpädagogische Studiengänge / Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienabschlüssen
      Elementarpädagogische Studiengänge
      Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
      Referat III 4
      Rheinstraße 23-25
      65185 Wiesbaden
      Telefon: 0611 – 32-0

     

    • ESF-Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas"
      In den Projekten des ESF-Modellprogramms "MEHR Männer in Kitas" des BMFSFJ wurden, beispielsweise durch den Einsatz von Info-Bussen, Schüler-Praktika oder Mentorenprogrammen, Wege erprobt, mehr Männer für das Arbeitsfeld Kita zu gewinnen. Der Kölner ESF- Projektträger ist weiterhin beim Thema Quereinsteiger in Ihrem Bundesland aktiv.

         www.mikitas.de | ESF-Modellprojekt in Darmstadt

         www.maenkit-wiesbaden.de | ESF-Modellprojekt in Wiesbaden


    Die Internetangebote dieser ESF-Modellprojekte werden nicht mehr aktualisiert!